Eine Stadt der Gegensätze: Kiev, Ukraine

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Nun will ich euch nicht mehr länger auf die Folter spannen – die letzten Tage war ich in der Ukraine, genauer gesagt in der Hauptstadt Kiev. Ich durfte 6 Tage in dieser schönen Stadt verbringen. Heuer war es nach vielen Jahren das 2. Mal hier. Glücklicherweise war das Wetter zum größten Teil wunderschön, so dass ich auch des öfteren schwimmen gehen konnte.

Kiev ist irgendwie eine Stadt der Gegensätze. Auf der einen Seite ist die doch sehr arme Bevölkerung, die entweder in heruntergekommenen Plattenbauten oder in für unsere Verhältnisse doch sehr desolaten Holzhäusern wohnt. Auf der anderen Seite ist die Mittelschicht, bzw. die reichen Ukrainer, die das Geld haben, um sich schöne Wohnungen und teure Autos leisten können. Wobei wohl die ‚normale‘ Mittelschicht auch noch eher wenig verdient, im Vergleich zu uns in Westeuropa. Aber gerade auch dieser Kontrast hat mich doch auch fasziniert. Unten bei den Fotos könnt ihr euch selbst einen gewissen Eindruck verschaffen.

Hatte dieses Jahr endlich auch die Gelegenheit, den mittlerweile bekannten Maidan in der Innenstadt zu besuchen – ein wirklich schöner Platz, von dem ich, und viele von euch, andere Bilder kennen. An zentraler Stelle sind, in Gedenken an die Gefallenen vom letzten Jahr, Mahntafeln und Kerzen aufgestellt. Nicht protzig oder auch kitschig, aber passend zu diesem Ort. Die Opfer der letztjährigen Auseinandersetzungen sollen nicht vergessen werden.

Einen Besuch wert ist auch Kiev bei Nacht. Viele öffentlichen Gebäude strahlen hierbei in bunten Lichtern, die Kieler Universität leuchtet abends in roter Farbe, soviel ich weiß. Vor allem jüngere Ukrainer bevölkern um diese Zeit die Straßen der Stadt. Lokale öffnen, an manchen Plätzen spielen Straßenmusiker ihr musikalisches Repertoire, während (meistens) Touristen ihnen dabei zusehen. Leider musste ich am nächsten Morgen schon wieder nach Wien fliegen, daher konnte ich das Nachtleben noch nicht wirklich testen, aber das was ich erfahren konnte, macht definitiv Lust auf mehr.

Preislich gesehen ist Kiev, bzw. die Ukraine, gerade für uns Westeuropäer ein Traum. Derzeit entsprechen etwa 25 Krivna 1€, und man bekommt in einem guten Restaurant eine leckere Pizza bereits um fast 4€.

Ich werde Kiev definitiv wieder besuchen.

Euer Stefan

 

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Stefan
Über Stefan 79 Artikel
Nach abgebrochenen BWL-Studium wechselte der Autor auf das Kolleg-Studium Wirtschaftsingenieurwesen und Informationstechnologie, das 2002 abgeschlossen wurde. Nach einigen Jahren im Vertrieb und IT-Support beschäftigt er sich zur Zeit sehr viel mit Social Media. Mehr über seine Projekte gibt's unter 'Meine Projekte'

2 Kommentare

  1. Hallo Stefan,

    auch wenn deine Bilder eine friedliche Stadt zeigen, finde ich es doch mutig dorthin zu reisen. Für mich käme das nich in Frage …

    Viele Grüße

    Jörn

    • Es war auch sehr friedlich, obwohl es das Ereignis am Montag gab. Und meiner Meinung nach werden sich die Kämpfe, die es momentan in der Ukraine gibt, nicht wirklich nach Kiev verlagern.

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